Mittelständler mit Außendienst kennen das Problem: Bei der kleinsten Änderung der geplanten Touren hilft nur der Griff zum Handy. Der Disponent muss dann oft lange herumtelefonieren, bis er beispielsweise weiß, welcher Techniker gerade verfügbar ist, um einen neuen Auftrag anzunehmen. Zu langwierig, zu unwirtschaftlich und in der Ära des mobilen Internet auch nicht mehr zeitgemäß, fanden die Antlogic-Gründer Bernd Stiebe und Nick Jödicke.
Ihre Idee: Maßgeschneiderte Telematik-Lösungen für den Mittelstand. „Der Disponent kann in Echtzeit auf seinem Monitor sehen, wo sich welcher Mitarbeiter aktuell befindet und den neuen Auftrag mit allen wichtigen Informationen per Knopfdruck an das Fahrzeug senden“, erklärt Bernd Stiebe.
Im Gegensatz zu anderen Systemen können dabei komplexe Daten ausgetauscht werden: Welche Werkzeuge in welchem Wagen sind, der aktuelle Stand der Lenk- und Ruhezeiten, die Temperaturen in Kühlfahrzeugen, der Benzinverbrauch und vieles andere. „Die Produkte der Wettbewerber haben meistens nur einzelne Funktionen, das sind oft nur branchenbezogene Insellösungen.“ Zudem sind die Antlogic-Produkte mit der bestehenden Kunden-Software kompatibel. Neue Aufträge beispielsweise können direkt in der Auftragsverwaltung, erfasste Arbeitszeiten in der Lohnabrechnung weiterverarbeitet werden.
„Wir analysieren die Prozesse im Unternehmen und erstellen maßgeschneiderte Gesamtlösungen, die alle notwendigen Funktionen bieten“, sagt Nick Jödicke. Je nach Bedarf liefert Antlogic nur die Softwarelösung, etwa für Blackberry, oder auch die Endgeräte, installiert die Systeme und schult die Mitarbeiter. Ein solches Komplett-Paket kostet einmalig zwischen 500 und 2.000 Euro pro Fahrzeug, dazu kommen – je nach Serviceumfang – elf bis 20 Euro monatliche Gebühren. Geld, das gut angelegt ist: Zum einen arbeiten die Mitarbeiter erheblich effizienter, zum anderen gibt es keine unnötigen Leerfahrten und kostspieligen Doppeltouren mehr. „Das Einsparpotenzial liegt allein bei den Verschleiß- und Verbrauchskosten des Fahrzeugs bei rund 10 bis 15 Prozent.“ Vorteile, die inzwischen rund 250 mittelständische Unternehmen mit insgesamt mehr als 4.000 Fahrzeugen zu schätzen wissen – Tendenz stark steigend. „Der Markt hat noch sehr viel Wachstumspotenzial“, so Nick Jödicke. „Wir wollen den Vertrieb im deutschsprachigen Raum massiv ausbauen und uns inhaltlich noch stärker auf die Prozessoptimierung beim Kunden fokussieren.“
Dabei wird dem Potsdamer Unternehmen die Nominierung für den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie StartUp sicher helfen. „Die damit verbundene Medienpräsenz ist für einen kleinen Mittelständler wie Antlogic absolut unbezahlbar“, findet Bernd Stiebe. „Wir haben uns riesig gefreut und waren sehr überrascht, dass wir zu dieser Ehre gekommen sind.“ Die Antlogic-Gründer sind besonders gespannt auf die Beratung von Porsche Consulting. „Auch auf den Erfahrungsaustausch im Expertennetzwerk des Deutschen Gründerpreises freuen wir uns sehr. Wir wünschen uns außerdem Kontakte zu Technologiepartnern, etwa für die Produktentwicklung oder den Technologietransfer“ so Nick Jödicke.
Die Jury des Deutschen Gründerpreises nominiert den Potsdamer Telematikanbieter Antlogic GmbH, „weil das Unternehmen auf eine Marktlücke mit guten Wachstumschancen setzt: in einer zunehmend mobilen Welt wird es immer wichtiger, die Mitarbeiter im Außen- und Innendienst zu steuern und effektiv einzusetzen. Die Antlogic GmbH bietet mittelständischen Kunden technische Lösungen an, die Auskunft über Standort und Status von Fahrzeugen und Mitarbeitern geben. Als Systemhaus, das weitgehend herstellerunabhängig ist, offeriert die Antlogic GmbH als Komplettanbieter ihren Kunden individuelle Paketlösungen zu transparenten Preisen. Das Unternehmen ist im zweiten Geschäftsjahr bereits profitabel.“

