Epigenomics AG

Die Erbsubstanz eines jeden Menschen, die DNA, besteht aus vier Genbuchstaben. Einer von ihnen ist häufig chemisch verändert, er ist methyliert. Das Muster der methylierten und nichtmethylierten Bausteine übt einen wesentlichen Einfluss auf die Aktivität der Gene aus. Fehler im Methylierungsmuster können das Entstehen von Krankheiten fördern, indem z. B. Gene, die die Entstehung von Krebs fördern, versehentlich „angeschaltet“ sind, während solche, die Krebs verhindern sollen, „ausgeschaltet“ sind. Diese den Genen übergeordneten epigenetischen Regulationsmechanismen sind seit langem bekannt.

Epigenomics AG

Dr. Achim Plum
T (030) 243 45-368

pr@epigenomics.com
www.epigenomics.de

Sichtbarmachen von krankheitsfördernden Mustern

Die Epigenomics AG hat ein Verfahren entwickelt, das Tausende von Methylpositionen in wenigen Stunden sichtbar und digitalisiert verfügbar machen kann. Die Ergebnisse spiegeln den aktuellen Gesundheitszustand des Patienten wider und erlauben so eine sehr frühe und präzise individuelle Diagnostik.

Pharmaunternehmen können die Ergebnisse für die Entwicklung maßgeschneiderter Medikamente nutzen. Einerseits liefern die Gene, die bei Patienten mit einer bestimmten Krankheit anders methyliert sind als bei gesunden Menschen, Anhaltspunkte für neue Medikamente. Andererseits kann das Methylierungsmuster Aufschluss darüber geben, welche Therapie für den individuellen Patienten am besten geeignet ist. Somit wird Medizin in Diagnostik und Therapie individualisiert.

Firmendaten

Die Epigenomics AG wurde 1998 durch Alexander Olek gegründet und verfügt mit seinem Verfahren zur Sichtbarmachung des Methylierungsmusters über eine weltweit einzigartige Technologie zur Früherkennung von Krankheiten. Epigenomics beschäftigt inzwischen 120 Mitarbeiter und plant für spätestens 2005 schwarze Zahlen.

Im Dezember 2000 hat Epigenomics die Orca Bioscience in Seattle übernommen und ist damit dem Markteintritt in den USA ein Stück weitergerückt. Epigenomics hat bereits mehr als 200 Methylierungsmarker entschlüsselt, die für die Entstehung von Dickdarmkrebs typisch sind.