Promeos GmbH

Das Erlangener Unternehmen Promeos will die Verbrennungstechnik in Deutschland neu aufrollen: Das Unternehmen entwickelt so genannte Porenbrenner, die herkömmliche Feuerungsanlagen auf Öl- oder Gasbasis ersetzen sollen.

Die entscheidende Neuerung der Porenbrenner-Technologie hängt mit der Methode der Wärmeerzeugung zusammen. Die heute üblichen Anlagen verbrennen ein Gemisch von Brennstoff und Luft in einer freien Flamme. Promeos lässt diesen Prozess stattdessen in einer Art Mini-Reaktor stattfinden: innerhalb einer porösen Hochtemperatur-Keramik.
Dieser neu entwickelte Porenreaktor hat zahlreiche Vorzüge und damit – so hofft das Unternehmen – exzellente Marktchancen: Er ist leistungsstärker als herkömmliche Brennersysteme, verbrennt homogener, erlaubt eine kompaktere Bauweise und arbeitet schadstoffarm. Leiser ist er obendrein.

promeos GmbH

Dr. Jochen Volkert
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Kernprodukte sind ein Gasporenbrenner („i:heat“) und ein Ölporenbrenner („i:vapo“), die beide u. a. in Heizungsanlagen zum Einsatz kommen sollen. Dabei setzt Promeos nicht nur auf den Systemwechsel in Haushalten. Vielmehr könne ein Einstieg in den Markt erfolgen, indem bestehende Brennersysteme nach und nach auf Porenbrennertechnik umgerüstet würden. Mit Hilfe solcher Systemverbesserungen will das mittelfränkische Unternehmen ein wichtiges Etappenziel erreichen: einen der sieben großen Heizungsbauer in Europa – die Marktführer sind Bosch-Buderus und Vaillant – für eine enge Zusammenarbeit gewinnen.

Doch die Porenbrenner-Technologie soll nicht nur in Haushalten zum Einsatz kommen. promeos-Produkte sind auch für den Einbau in Industrieanlagen und Automobile – insbesondere Busse und Lkws – vorgesehen. Letztere benötigen zunehmend einen separaten „Mini-Reaktor“, um Standheizung, Klimaanlage oder Abgasentsorgung am Laufen zu halten. Außerdem sind sie schadstoffärmer, was zunehmend wichtiger werden wird.

Das Unternehmen ist ursprünglich eine Ausgründung der Universität Erlangen und firmierte bis August 2003 als PMC Porous Media Combustion GmbH. Die ersten schwarzen Zahlen sollen im Jahr 2007 mit Aufnahme der Massenfertigung geschrieben werden. Gründer und Geschäftsführer ist Jochen Volkert.