Robomotion GmbH

„Roboter sind nicht immer schneller als herkömmliche Maschinen, aber sie sind wesentlich flexibler, weil sie auf Knopfdruck verschiedene Programme ausführen können“, erklärt Robomotion-Geschäftsführer Dr. Andreas Wolf.

Außerhalb der Automobilindustrie werden diese Möglichkeiten allerdings nur selten genutzt. Das wollen Andreas Wolf und sein Partner Steffen Mayer ändern. Die beiden Ingenieure entwickeln Roboteranwendungen für die Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie. „High-Speed-Handling“ heißt das in der Branche. „Wir sorgen dafür, dass ein Produkt sicher in die Verpackung kommt“, so umreißt Dr. Andreas Wolf das Ziel des Unternehmens. Das klingt trivial, ist es aber nicht. Ob Familienpackungen, Sondergrößen oder Miniportionen heutzutage sind statt ewig gleicher Standardgrößen immer neue Verpackungen gefragt. Da ist es wichtig, dass die Maschinen, die die Güter zwischen den einzelnen Stationen bewegen, keine teuren Umrüstzeiten brauchen, sondern möglichst problemlos an die verschiedenen Packungsgrößen angepasst werden können.

robomotion GmbH

Dr.-Ing. Andreas Wolf
T (0711) 945426 700

andreas.wolf@robomotion.de
www.robomotion.de

Robomotion arbeitet an der Schnittstelle von Maschinenbau und Robotertechnologie. Ganz nach Kundenwunsch integriert der Dienstleister Roboter in bestehende Systeme oder berät bei der Auslegung und Planung neuer Anlagen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Software zur Steuerung der Roboter und vergibt Lizenzen für patentierte Eigenentwicklungen. Im Angebot sind innovative Greifer und spezielle Beleuchtungstechniken, die dafür sorgen, dass die Sensorik der Maschinen die Produkte auch bei reflektierenden Materialien wie Alufolie richtig erkennen kann. Die Kunden sind entweder Maschinenbauer, die selbst keine spezifischen Kompetenzen im Bereich der Robotertechnologie haben oder Unternehmen der Lebensmittelindustrie.

Das innovative Konzept kommt an: Bereits im ersten Geschäftsjahr 2004 konnte die junge Firma einen Umsatz von rund 300.000 Euro erwirtschaften. „Wir waren beide viele Jahre in Systemhäusern tätig und haben erkannt, dass hier eine echte Marktlücke besteht“, so Dr. Andreas Wolf. Privat fanden die Gründungspläne der Ingenieure aber nur wenig Anklang. Freunde und Bekannte rieten dem Duo wegen der unsicheren Zeiten massiv zur Festanstellung. Die beiden Partner vertrauten jedoch auf ihre guten Kontakte, ihre langjährige Berufserfahrung und das wissenschaftliche Fundament, das sie am renommierten Fraunhofer-Institut erworben hatten. „Ich habe meine Chance gesehen und wollte sie auch nutzen“, sagt der Gründer. „Allerdings hatte ich auch Unternehmer im Bekanntenkreis und wusste deshalb, dass eine Existenzgründung nicht völlig unrealistisch ist.“ So sah es auch Software-Experte Jan Binder, der sich dem Team kurz nach dem Start anschloss.

Dieser Mut zur Gründung trotz Wirtschaftsflaute wurde belohnt: Robomotion konnte seinen Anfangs-Umsatz fast verdreifachen und beschäftigt heute acht Mitarbeiter. Inzwischen hat sich das innovative Unternehmen einen Entwicklungsvorsprung von etwa zwei Jahren erarbeitet und hält drei Patente. „In der jetzigen Boomphase möchten wir weiter wachsen, denn das Potenzial des Marktes ist noch nicht ausgeschöpft“, so Dr. Andreas Wolf. „Wir möchten als Spezialist für High-Speed-Handling wahrgenommen werden und uns im Maschinenbau als Entwicklungspartner für Roboterintegration etablieren.“

Das zukunftsweisende Know-how der Gründer und das überzeugende, innovative Konzept wurden auch von der Jury des Deutschen Gründerpreises sehr positiv bewertet, die die Robomotion GmbH in der Kategorie StartUp nominierte. Außerdem konnte das Unternehmen durch eine solide Finanzierung, raschen wirtschaftlichen Erfolg und weiterhin sehr gute Perspektiven punkten. „Wir haben uns sehr über die Nominierung gefreut. Jetzt nehmen wir die Herausforderung an und möchten auch gewinnen“, sagt Dr. Andreas Wolf. „Der Bekanntheitsgrad des Deutschen Gründerpreises ist nicht zu unterschätzen. Wir glauben aber nicht, dass wir dadurch sofort neue Kunden gewinnen, sondern erwarten eher, dass sich mittelfristig etwas ergibt.“