Via Optronics GmbH

Wer einmal versucht hat, in gleißender Sonne das Display seines Handys zu entziffern, kennt das Problem: Man kann kaum noch etwas erkennen. Doch es geht auch anders. „Unsere Bildschirme sind tageslichttauglich und können auch in sehr hellen Umgebungen verwendet werden“, erklärt Diplomingenieur Jürgen Eichner, Geschäftsführer der Via Optronics GmbH in Schwarzenbruck.

Das erreicht das Unternehmen, indem es die in Asien eingekauften Displays durch optische Filme und Beschichtungen erhellt und entspiegelt. Außerdem werden sie – ähnlich wie bei Verbundglas – mit einem Schutzglas oder einem Touchscreen verklebt. „Dadurch sind die Displays auch viel robuster. Unsere Geräte überleben einen Sturz aus einem Meter Höhe, konventionelle Displays schaffen dagegen nur 40 cm“, erklärt der Ingenieur. „Außerdem sind sie sicherer, weil das Glas nicht mehr splittert.“

Die veredelten Displays werden bislang noch in relativ kleinen Serien bis 10.000 Stück gefertigt, die meisten nach individuellen Spezifikationen der Kunden. Vor allem die Industrie ordert bei Via Optronics, denn kaum ein Gerät kommt heute noch ohne Bildschirm aus. Die Kunden schätzen nicht nur die besonderen Produkteigenschaften, sondern bauen auch auf die langfristige Verfügbarkeit der Displays, die bis zu zwanzig Jahre lang nachbestellbar sind. Für den Massenmarkt mit Handys, Laptops & Co. sind die technisch aufwändigen LCD-Lösungen im Moment noch zu teuer, doch Jürgen Eichner ist sicher: „Das wird bald kommen, und dann wollen wir dabei sein.“

Auf die Idee kam Jürgen Eichner als Vertriebsleiter einer US-Firma, für die er die Displays in Europa verkaufte. „Die Kunden waren immer so lange begeistert, bis ich den Preis genannt habe“, erinnert sich der Ingenieur. Gemeinsam mit einem befreundeten Unternehmer entwickelte er deshalb eine innovative und bezahlbare Laminierungstechnologie. Testkunden waren begeistert. Jürgen Eichner wagte den Sprung ins kalte Wasser, kündigte seinen gut dotierten Job und fing an. Jürgen Eichner und seine inzwischen 55 Mitarbeiter haben die schwierige Startphase gemeistert. Im letzten Geschäftsjahr lag der Jahresumsatz noch bei zwei Millionen Euro, heute füllen Projekte für acht Millionen Euro die Auftragsbücher. „Ich will diese Leistung jetzt auch dauerhaft halten und arbeite gerade an einer ISO-Zertifizierung“, erklärt der Unternehmer. „Außerdem entwickeln wir unsere Technologie weiter, damit sie auch bei hohen Stückzahlen anwendbar wird.“

Via Optronics GmbH

Dipl.-Ing. Jürgen Eichner
T (09183) 93 99 14-12

jeichner@via-optronics.com
www.via-optronics.com

Sein Durchbruch, davon ist Jürgen Eichner überzeugt, basiert nicht nur auf den einmaligen technischen Vorteilen seiner Displays, denen er einen Entwicklungsvorsprung von etwa zwei Jahren bescheinigt. „Für uns ist der Standort Deutschland ein entscheidender Erfolgsfaktor“, sagt der Unternehmer. „Unseren Kunden ist es extrem wichtig, dass sie einen Ansprechpartner vor Ort haben.“ Außerdem profitiert der Ingenieur von hervorragenden Kontakten zu seinen Lieferanten, die ihm sehr gute Konditionen bieten können.

„Ich war völlig überrascht über die Nominierung“, sagt Jürgen Eichner. Er freut sich auf die breite Berichterstattung in den Medien und auf das qualifizierte Feedback von Porsche Consulting sowie den Unternehmenspaten. „Für mich ist das eine wichtige Hilfestellung, denn jetzt stehen viele weitreichende Entscheidungen an. Die Nominierung für den Deutschen Gründerpreis ist eine tolle Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Die Jury des Deutschen Gründerpreises nominierte das Unternehmen „für die Herstellung von entspiegelten Displays und Flachbildschirmen mit höherer Bruchsicherheit: Via Optronics wächst schnell und profitabel und setzt sich bei namhaften Kunden gegen internationale Wettbewerber durch.“. Das Unternehmen wurde von der Sparkasse Nürnberg und der f.u.n. netz-werk|nordbayern GmbH in das Auswahlverfahren des Deutschen Gründerpreises eingebracht. Die Patenschaft übernimmt Kuratoriumsmitglied Willy Bogner.