WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH

„Energie ist genug da, sie hat nur den falschen Zustand“, sagt Torsten Enders, Geschäftsführender Gesellschafter der sächsischen Wätas GmbH in Pobershau im Erzgebirge. Das will der Unternehmer ändern: Mit ganzheitlichen Lösungen zur Rückgewinnung von Energie, die speziell nach Kundenwunsch gefertigt werden.

So können Unternehmen, aber auch Privatkunden, dank der Wätas- Wärmetauscher ungenutzte Abwärme beispielsweise zur Erwärmung von Wasser oder zum Heizen einsetzen und sparen dadurch Energie. Die Spezialität des Unternehmens sind individuelle Einzelanfertigungen, die in intensiver Zusammenarbeit mit dem Kunden entstehen. Torsten Enders unterhält dazu eine eigene Entwicklungsabteilung und kooperiert eng mit verschiedenen Universitäten sowie dem renommierten Fraunhofer Institut. „Ich bin ein Querdenker, der branchenübergreifend arbeitet“, sagt er von sich selbst. Torsten Enders’ neuestes Produkt: Luftwärmepumpen, die der Außenluft Wärme entziehen und damit ein ganzes Einfamilienhaus heizen.

Das Gründungskonzept entstand aus der täglichen Praxis des früheren Handelsvertreters. „Die Kunden haben oft nicht die individuellen Lösungen bekommen, die sie brauchten. Ich wusste, dass ich das besser kann.“ Die Wettbewerber, vorwiegend italienische Firmen, verkaufen nämlich nur Standardprodukte. Spezielle Kundenwünsche werden nur sehr ungern erfüllt. Warum? Torsten Enders weiß es nicht. Der Unternehmer, damals auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung, nutzte die Gelegenheit zur Gründung. „Ein guter Verkäufer beeinflusst die Endprodukte ja sowieso und dadurch lag eine eigene Produktion nahe.“

WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH

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Ganz bewusst hat er sich in seiner Heimat, dem strukturschwachen Erzgebirge angesiedelt, nicht nur wegen des günstigen Lohnniveaus. „Hier herrscht eine große Hoffnungslosigkeit. Ich wollte Impulse setzen und zeigen, dass auch das Erzgebirge seine Chancen hat.“ Der größte Pluspunkt der Region sind für Torsten Enders die Menschen. „Die Leute sind gut qualifiziert und ziehen nicht gleich weg, wenn es schwierig wird“, sagt er. Diese Bodenständigkeit war wichtig für das junge Unternehmen, denn kurz nach dem Start sah es zunächst gar nicht gut aus. Die Umsätze wuchsen, doch die Kosten stiegen noch schneller, vor allem wegen der hohen Rohstoffpreise. „Dagegen konnte man kaum noch anarbeiten“, sagt Torsten Enders. Er hat es trotzdem versucht – und gewonnen. „Ich habe gekämpft wie ein Löwe, die Mitarbeiter haben Nächte durchgearbeitet.“ Später als geplant erreichte die Wätas endlich die Gewinnzone. Danach gab es kein Halten mehr: Nach fünf Jahren beschäftigt der Sachse über 100 Mitarbeiter und macht rund 6,1 Millionen Euro Umsatz im Jahr, Tendenz stark steigend. „Aufgrund der hohen Energiepreise ist Energieeffizienz das Thema Nummer eins“, meint er. „Der Markt explodiert und bietet riesige Möglichkeiten.“ Die sieht er wegen des schwachen Dollars derzeit vor allem in Europa und, aufgrund der hohen Umweltstandards, speziell in Deutschland.

Mit der Entwicklung der Wätas ist der Unternehmer hochzufrieden. „Als ich die Unterlagen für den Gründerpreis zusammengestellt habe, war ich erstaunt, was wir inzwischen schon erreicht haben“, sagt er. „Wir haben uns sehr über die Nominierung für den Deutschen Gründerpreis gefreut. Damit hatte ich nicht gerechnet, denn es gibt auch viele andere gute Firmen.“ Torsten Enders hofft jetzt auf neue Interessenten, vor allem im Westen Deutschlands. Außerdem sieht er die Nominierung als Bestätigung für die Kunden und als Motivation für die Mitarbeiter. „Ich wünsche mir außerdem, dass Unternehmen, die bisher bei den Italienern kaufen, jetzt auf einheimische Anbieter aufmerksam werden und dazu beitragen, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern.“

Die Jury des Deutschen Gründerpreises nominierte das Unternehmen „für die bessere Umsetzung von Kundenwünschen bei der Entwicklung und Herstellung effizienter Wärmetauscher: Wätas verbindet starkes Wachstum mit der Verwurzelung in einer von Arbeitslosigkeit stark betroffenen Region, der das Unternehmen neue Hoffnung gibt.“ Die Patenschaft übernimmt Kuratoriumsmitglied Friedrich von Metzler.