Die wissen, wie man parkt

Parken war noch nie so leicht wie mit den innovativen Einpark-Robotern der Serva Transport Systems GmbH. Auf Platzsparen programmiert, nutzen sie jede freie Parklücke

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Jeder Autofahrer kennt das: Wohin nur mit dem fahrbaren Untersatz? Die Einpark-Roboter der Serva Transport Systems GmbH machen diese Überlegung überflüssig und sorgen nebenbei für die ideale Parkhausauslastung. „Mit unseren patentierten fahrerlosen Transportsystemen kann man die Kapazität bestehender Parkhäuser um bis zu 60 Prozent steigern“, erklärt Rupert Koch, einer der Gründer der Serva Transport Systems GmbH.

Und das geht so: Der Autofahrer fährt nicht mehr selbst auf den Parkplatz, sondern ein Roboter ordnet die Fahrzeuge nach Größen sortiert dicht an dicht auf die Parkfläche. Die extrem wendigen Transportroboter brauchen nur drei statt der üblichen sechs Meter Fahrrinne – das bringt zusätzliche Stellfläche. Braucht der Kunde sein Auto, kann er es per Smartphone-App jederzeit anfordern. Ein Computer sorgt dafür, dass die Fahrzeuge kontinuierlich umgesetzt werden und so pünktlich zum gewünschten Zeitpunkt abholbereit in der ersten Reihe stehen.

Cary Bellaflor, Rupert Koch und Leopold Meirer

Die Idee entstand, als Rupert Koch seinen Schulfreund Leopold Meirer besuchte. „Schon immer“ wollten die beiden 33-jährigen Maschinenbau-Ingenieure „etwas eigenes“ machen, doch ihre Karrieren hatten sie in ganz unterschiedliche Branchen geführt: Meirer arbeitete bei einem Parksystem-Hersteller in den USA. Er wusste, dass sich die bislang üblichen Transportbänder für die Fahrzeuge oft verklemmen und die gesamte Anlage stundenlang lahmlegen. Koch dagegen beschäftigte sich als Prozessmanager in der Logistikbranche mit fahrerlosen Transportsystemen für die Getränkeindustrie. Die Verbindung des Know-hows brachte die Gründungsidee: „Statt Getränkekisten bewegen unsere Roboter Autos“, erklärt Koch. Serva-Systeme brauchen weder Schienen noch Transportbänder und lassen sich in jedes bestehende Gebäude einbauen. Sie basieren auf einer extrem zuverlässigen Technologie, die sich in anderen Branchen seit Jahren bewährt hat. Und da immer mehrere Roboter parallel arbeiten, bedeutet ein Defekt nicht den Totalausfall der Gesamtanlage. 

Statt Getränkekisten bewegen unsere Roboter Autos.

Rupert Koch

Die Ingenieure ließen sich ihre Idee patentieren, holten Mitgründer Cary Bellaflor ins Boot, kündigten ihre gut dotierten Jobs und legten los. „Als wir uns entschieden hatten, gingen viele Türen auf, mit denen wir vorher niemals gerechnet hätten“, sagt Rupert Koch. Sie gewannen mit dem Flughafen Düsseldorf einen renommierten Testkunden, die Finanzierung übernahm ein privater Investor. „Der zweimonatige Probebetrieb war ein voller Erfolg, Ende 2013 wird unser System am Düsseldorfer Flughafen installiert.“ Wenn alles klappt, werden die Bernauer 2014 die Gewinnzone erreichen. Das Kundenpotenzial ist groß. Interessant ist das System immer dann, wenn der Bau zusätzlicher Parkhäuser sehr teuer werden würde oder gar nicht möglich ist, etwa in Citylagen, für Autovermietungen, Verladestationen oder zur Zwischenlagerung von Neufahrzeugen der Autoindustrie. Die Kosten von 5.000 bis 10.000 Euro pro Stellplatz amortisieren sich nach zwei bis drei Jahren. 

Serva Transport Systems GmbH

Leopold Meirer,
Cary Bellaflor,
Guido Decker,
Rupert Koch

T (08661) 983 90 0

info@serva-ts.com
www.serva-ts.com

„Schon die Nominierung in der Kategorie StartUp des Deutschen Gründerpreises ist perfekt, der Gewinn wäre das Sahnehäubchen“, strahlt Rupert Koch. „Wir freuen uns besonders auf die Beratung von Porsche Consulting, um unsere internen Prozesse sowie Marketing und Vertrieb zu optimieren. Außerdem hoffen wir, dass uns die Kontakte der Netzwerkpartner weitere Türen öffnen.“

Für diese „echte Innovation mit einem breiten Anwendungsgebiet“ nominierte die hochkarätig besetzte Expertenjury des Deutschen Gründerpreises die Bernauer Serva Transport Systems in der Kategorie StartUp. Die Juroren attestierten dem jungen Unternehmen aufgrund seiner überzeugenden Wettbewerbsvorteile und des großen Marktpotentials sehr gute Erfolgsaussichten.