Robocop für den Job

GBS German Bionic Systems GmbH, Augsburg: Nominiert für den Deutschen Gründerpreis 2019 in der Kategorie StartUp

Die Exoskelette von German Bionic aus Augsburg unterstützen den Rücken beim Heben schwerer Lasten und beugen so Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen vor. Das innovative Hightech-Produkt für die Industrie 4.0 und die interessanten Perspektiven brachten dem jungen Unternehmen eine Nominierung für den Deutschen Gründerpreis 2019 in der Kategorie StartUp.

Das Unternehmen im Überblick

Gründungsjahr 2017
Die Gründer Dr.-Ing. Peter Heiligensetzer, Armin G. Schmidt
Startkapital „keine Angaben“
Umsatz 2018 „Prognose für 2019 ca. 5 Mio. Euro“
Mitarbeiter 50

Sie sehen aus wie futuristische Rettungswesten und sind vollgestopft mit Elektronik: Exoskelette. Sensoren registrieren, wenn sich der Träger nach vorne beugt um etwas anzuheben und schalten automatisch kleine Motoren zu. „Unsere Exoskelette neutralisieren Gewichte bis zu 25 kg. Dadurch wird die Belastung des Rückens beim Heben und Tragen erheblich reduziert“, erläutert German Bionic-Gründer Dr.-Ing. Peter Heiligensetzer die innovative Hebehilfe. Das ist überall dort interessant, wo ständiges Heben und Tragen den Arbeitsalltag bestimmt: In Lagern, Paketzentren oder auch bei Wartungsarbeiten an Industrieanlagen. Die bis zu 40.000 € teuren Hebehilfen erleichtern nicht nur die tägliche Schlepperei, sondern vermeiden zudem Rückenschäden und reduzieren das Risiko von Arbeitsunfällen. Damit sind sie auch eine Investition in die betriebliche Gesundheitsvorsorge – in Zeiten des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels ein Topthema in den allermeisten Unternehmen.

„Es reizte uns, die Zukunft der Arbeit mitzugestalten.“

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Entstanden ist die Idee bei einem Familientreffen. Robotics-Experte Dr.-Ing. Peter Heiligensetzer (42) und sein Cousin, Telematik- und Netzwerk-Spezialist Armin G. Schmidt (42) unterhielten sich über aktuelle Forschungsprojekte mit medizinischen Exoskeletten, Hightech-Prothesen für Menschen mit Behinderungen. „Wir wollten diese Ansätze aus der medizinischen Forschung für die Industrie 4.0 nutzbar machen“, erklärt Schmidt. Das Ziel: Ein computergesteuertes, smartes Exoskelett, das die tägliche Arbeit von Millionen Menschen leichter macht. „Es reizte uns, die Zukunft der Arbeit mitzugestalten.“ Firmen und Experten aus den beruflichen Netzwerken der Cousins signalisierten Interesse an einer solchen Innovation. Rasch entschieden sich die beiden gründungserfahrenen Unternehmer, ihre Idee in die Tat umzusetzen. „Wer in diesem Bereich vorne dabei sein will, muss schnell sein.“ Finanziert durch Investoren aus Europa und Asien, entwickelten die beiden mit einem kleinen, interdisziplinären Team innerhalb eines Jahres ein marktreifes Modell, das in dieser Form bislang einzigartig ist. Die größte Herausforderung: Die Software des Exoskeletts musste mit den bestehenden Systemen in den Unternehmen kompatibel sein, sodass sich dem Träger beispielsweise Rolltore automatisch öffnen oder Regalplätze im Lager angezeigt werden. Inzwischen sind die Hebehilfen im praktischen Einsatz und haben sich von Anfang an bewährt. „Wer es einmal ausprobiert hat, will es nicht mehr hergeben.“ Kein Wunder, das Exoskelett ist dank des ergonomischen Tragesystems fast nicht zu spüren und schränkt auch die Bewegungsfreiheit kaum ein. Jetzt haben die Gründer eine 1.000 m²-Produktionshalle in Augsburg eröffnet und beschäftigen inzwischen rund 50 Mitarbeiter. Nach der DACH-Region und Japan wollen sie nun weitere europäische Länder sowie Korea erschließen.

GBS German Bionic Systems GmbH

Eric Eitel
T0175 167 08 91

ee@germanbionic.com
www.germanbionic.com

Auch die namhaften Experten der Auswahljury des Deutschen Gründerpreises waren schnell von den Hightech-Hebehilfen „Made in Germany“ überzeugt. „Ein sehr interessantes, marktreifes Produkt mit hohem Innovationsgrad und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, das einen Zukunftsmarkt besetzt“, so das Urteil der Juroren. Deshalb wurde der Technologieführer für den Deutschen Gründerpreis 2019 in der Kategorie StartUp nominiert. „Wir sind sehr stolz, dass wir so weit gekommen sind“, sagen Heiligensetzer und Schmidt. „Der Deutsche Gründerpreis ist eine Institution und die Nominierung ist ein regelrechter Ritterschlag für uns. Wir wünschen uns, dass die Berichterstattung German Bionic bekannter macht, denn viele Unternehmen kennen die vielfältigen positiven Einsatzmöglichkeiten von Exoskeletten noch nicht.“