Weg mit dem Müll

Weltweit landen riesige Mengen an Lebensmitteln im Müll. In Deutschland sind es jährlich geschätzte 20 Millionen Tonnen. Wenn das Verfallsdatum überschritten ist, wird das Produkt meist zur Sicherheit weggeworfen. Doch dank der innovativen Geschäftsidee von drei Schülern aus Minden könnten überflüssige Lebensmittelabfälle bald ein Ende haben. Team M.A.M.P.F. hat Sniffer entwickelt.

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Unter dem Namen M.A.M.P.F, der für Molecular Active Measurement of Pure Food steht, hat das Team den „Sniffer“ entwickelt – ein Produkt, das die Genießbarkeit von Lebensmitteln überprüft. Der neuartige Haushaltshelfer erkennt über Geruchssensoren innerhalb weniger Sekunden, ob das Lebensmittel noch genießbar ist oder ob sich der Verbraucher lieber davon trennen sollte. Dabei identifiziert der Sniffer verschiedenste Bakterienarten, die Lebensmittel verderben lassen und kann sogar Bakterienarten anderer Regionen per Softwareupdate anpassen. Die Anwendung ist kinderleicht: Leuchtet die Anzeige auf dem Display grün, kann man das Lebensmittel noch unbedenklich verzehren, die Farbe gelb erfordert einen schnelleren Verbrauch in den nächsten Tagen und bei Rot muss das Produkt entsorgt werden. Der Verbraucher kann nun sicher sein, dass auch sogenannte abgelaufene Produkte nicht schaden. Der Gebrauch des Sniffers bietet seinen Nutzern gleich zwei reizvolle Vorteile: Zum einen leben sie gesünder und zum anderen sparen sie durch den unnötigen Abfall Kosten für neue Lebensmittel ein. Das durchdachte, fiktive Geschäftskonzept der drei Schüler könnte eine großartige Revolution für den Lebensmittelmarkt und ein wichtiger Schritt im nachhaltigen Umgang mit der Natur darstellen.

Team M.A.M.P.F.

Projektbüro
Deutscher Gründerpreis für Schüler
Patricia Korrell
T  040 / 3703-2332

deutscher-gruenderpreis@stern.de

Milena Jäger, Fabian Pape und Manuel Schulte von der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Minden sind die Köpfe hinter dieser Produktidee. Bereits im letzten Jahr haben sie mit drei weiteren Schülern beim Deutschen Gründerpreis für Schüler mitgemacht und sind auf dem 9. Platz gelandet. Der Spaß und Ehrgeiz hat diese Drei noch einmal gepackt und es hat sich gelohnt: Mithilfe von ausführlichen Recherchen, präzisen und strukturierten Analysen haben sie einen sehr guten Businessplan entwickelt und ein aktuelles Problem in unserer Gesellschaft aufgegriffen.

Im Sinne ihrer Unternehmensphilosophie „Wir gestalten Zukunft“ möchten sie den Nutzern durch den Sniffer einen tollen Mehrwert bieten. Neben der Nutzung des Sniffers als Haushaltshelfer beinhaltet das Konzept auch Tipps zum richtigen Lagern von Lebensmitteln oder eine App mit leckeren Rezepten.

Alles in allem eine rundum gelungene Leistung und ein verdienter erster Platz beim Deutschen Gründerpreis für Schüler.