Silexica GmbH - Kategorie StartUp 2017 Hilfe im Verteilungskampf

Software „Made in Germany“, damit überzeugte Technologieführer Silexica sogar die anspruchsvollen Geldgeber im Silicon Valley. Auch die hochkarätig besetzte Auswahljury des Deutschen Gründerpreises bescheinigte dem aus Forschungsprojekten an der RWTH Aachen hervorgegangenen Hightech-Unternehmen hervorragende Erfolgsaussichten und nominierte die Kölner für den Deutschen Gründerpreis 2017 in der Kategorie StartUp.


Moderne technische Produkte wie Smartphones oder die Assistenzsysteme von Autos funktionieren nur, wenn die hochkomplexe Software im Hintergrund schnell genug läuft. Deshalb werden die einzelnen Befehle solcher Computerprogramme nicht nacheinander ausgeführt, sondern parallel auf mehreren Prozessorkernen. „Die Herausforderung besteht darin, die einzelnen Softwareschnipsel so auf bis zu 500 Prozessorkerne zu verteilen, dass eine Anwendung optimal läuft“, erklärt Johannes Emigholz, einer der drei Silexica-Gründer. Das klingt trivial, ist es aber nicht, weil verschiedene Prozessortypen unterschiedlich arbeiten und außerdem miteinander kommunizieren müssen. Bislang wurde dieser wichtige Schritt per Hand gemacht. Hunderte Ingenieure probierten so lange herum, bis die Verteilung endlich passte. „Silexica automatisiert diesen komplexen Prozess und spart dadurch etwa 70 bis 80 Prozent Zeit und Kosten.“

„Die Herausforderung besteht darin, die einzelnen Softwareschnipsel so auf bis zu 500 Prozessorkerne zu verteilen, dass eine Anwendung optimal läuft.“

Analysieren. Optimieren. Implementieren.

Damit Endgeräte wie Smartphones perfekt funktionieren, werden einzelne Software-Befehle gleichzeitig auf mehreren Prozessorkernen ausgeführt. Die Software von Silexica automatisiert diesen bisher manuell ausgeführten Prozess der Parallelisierung. Die Jury nominierte das Kölner Hightech-Unternehmen für den Deutschen Gründerpreis 2017 in der Kategorie StartUp.

Hinter dem einzigartigen Produkt des Technologieführers stehen mehr als zehn Jahre intensive Forschung an der RWTH Aachen. Finanziert durch verschiedene Fördermittel, entwickelte das anfangs 10-köpfige Team um die beiden Softwarespezialisten Maximilian Odendahl (34) und Weihua Sheng (39) die Forschungsergebnisse bis zur Marktreife. „Es gibt sehr viel exzellente Forschung in Deutschland, aber nur selten entstehen daraus erfolgreiche Produkte. Das wollten wir ändern“, sagt Johannes Emigholz (31), als Wirtschaftsingenieur für die Finanzen verantwortlich. Die Innovation aus Deutschland hat sich sogar im harten Wettbewerb des Silicon Valley durchgesetzt, wo Silexica acht Millionen Dollar Beteiligungskapital amerikanischer Investoren einsammeln konnte. Auch die Auswahljury des Deutschen Gründerpreises ist überzeugt von dem großen Potenzial des 2014 gestarteten Unternehmens und nominierte Silexica in der Kategorie StartUp 2017. Die Experten lobten das gut aufgestellte Gründerteam, bei dem sich technische und kaufmännische Kompetenzen ideal ergänzen. Positiv wurde zudem bewertet, dass Silexica trotz der amerikanischen Geldgeber Arbeitsplätze in Deutschland schafft. Der Erfolg des Kölner Technologieführers beruht nämlich vor allem auf dem inzwischen 35-köpfigen hoch qualifizierten, internationalen Team. Ein Job bei Silexica ist in der Szene heiß begehrt: „Wir beschäftigen die besten Compiler-Ingenieure der Welt.“ Die meisten Mitarbeiter sind – ungewöhnlich für ein Start-up – keine hippen Youngster, sondern erfahrene Experten. Sie alle reizt vor allem die technische Herausforderung. „Wir haben zwar einen Kickertisch und eine Playstation angeschafft, aber die benutzt niemand.“

Die Firma
Silexica GmbH
Die Gründer Johannes Emigholz, Maximilian Odendahl, Weihua Sheng
Gründungsjahr 2014

Die Auswahljury des Deutschen Gründerpreises war beeindruckt, wie schnell sich Silexica aus einem universitären Forschungsprojekt zu einem erfolgreichen Hightech-Unternehmen entwickelt hat. Schon jetzt haben die Kölner bedeutende Referenzkunden, darunter so bekannte Namen wie Fujitsu, Huawei oder Denso. Nun sollen die Produkte weiterentwickelt und neue Kunden gewonnen werden, der Umsatz sich auf 1,5 Millionen Dollar verdoppeln. „Für uns geht es jetzt darum, das weitere Wachstum zu bewältigen“, sagt Johannes Emigholz. Da kommt die Nominierung für den Deutschen Gründerpreis 2017 in der Kategorie StartUp gerade recht. Die Gründer freuen sich vor allem auf die Beratung der Experten von Porsche. Sie hoffen auch auf interessante Kontakte in das hochkarätige Gründerpreis-Netzwerk, insbesondere auf einen intensiven Austausch mit dem Unternehmenspaten. „Die Nominierung ist außerdem eine tolle Anerkennung und motiviert das gesamte Team.“

2017 Teil 1: StartUp – Die Preisverleihung der Kategorie

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